Hair Excellence

Trikophytischer Verschluss [Strip]

Strip war lange Zeit die traditionelle Entnahmemethode und ist immer noch eine sehr gute Option vor allem für Männer mit fortgeschrittener Ausdünnung, die ein Maximum an Bedeckung mit minimaler Unannehmlichkeit erreichen wollen. Die Methode ist die Entnahme eines behaarten Streifens von der Kopfrückseite und den Kopfseiten. Der Empfängerbereich wird so zugenäht, dass eine dünne, fast unsichtbare Naht hinterbleibt, durch die das umliegende Haar durchwachsen und sie so bedecken kann. Weil diese Art der Schließung wenig Druck auf die Haut ausübt, ermöglicht das ein Minimum an Unannehmlichkeit und kosmetischer Änderung der Kopfhaut.

Es muss bedach werden, dass ungeachtet der Qualität des Verschlusses eine Narbenlinie die Konsequenz ist, sie kann innerhalb des bestehenden Haares verborgen werden und mit dem heutigen Trikophytischen Verschluss können die kürzer getragen werden als dies früher möglich war, bei Komplettrasur oder einem sehr kurzen Haarschnitt wäre die Linie aber sichtbar.

Strip/FUT ist erwiesenermaßen eine erfolgreiche Entnahmemethode in den richtigen Händen, der Patient trägt aber einen Teil der Verantwortung bei der Pflege seines Donors. Die oberflächliche Heilung ist relativ schnell und bleibt generell hinter dem bestehenden umliegenden Haar verborgen. Eine Naht muss 10 Tage nach der Prozedur entfernt werden und es ist ratsam dies von einem Mediziner durchführen zu lassen. Nach dem Entfernen der Naht beginnt die Kopfhaut mit der Rückkehr zur normalen Pigmentierung, es ist aber normal wenn dies einige Monate dauert. Ein sehr wichtiger Faktor ist die Ausdehnung und Sie als Patient müssen in den ersten zwei Monaten sicherstellen, dass ein Minimum an Druck und Ausdehnung auf die Kopfhaut wirkt. Das bedeutet üblicherweise weniger Aktivitäten oder Sport, da die Elastizität der Kopfhaut zu ihrem Normalzustand zurückkehren muss, ohne dass sie in jede Richtung gezogen wird. Sogar die bestverschlossene Naht kann sich auseinanderziehen wenn zu viel Druck ausgeübt wird.

Jede FU wird unter einem fiberoptischen Mikroskop vom Hauptstreifen getrennt, so dass die Qualität bestehen bleibt, keine Schäden am Graft entstehen und Temperaturanstiege keinen Einfluss haben. So verbleiben tausende follikularer Einheiten in ihrem natürlichen Zustand, aufgeteilt in ihre natürlichen Gruppierungen von einzelnen und mehreren Haaren. Während sie vorbereitet werden, wir der Empfängerbereich kreiert und die Grafts werden dann platziert.

Strip-Prozeduren, vor allem Mega-Sessions, sind eine Teamleistung. Der Arzt steht dem medizinischen Team vor, leitet und dirigiert den Einschnitt und die Platzierung, aber es wäre nicht möglich diese Anzahl an Grafts zu platzieren ohne ein effizientes und technisch versiertes Team.

Die Anzahl an Haaren, die entnommen warden kann, hängt von gewissen Faktoren ab wie Dichte im Spenderbereich, der Größe der Sicherheitszone und der Elastizität der Kopfhaut. Die Elastizität der Kopfhaut kann einen sehr großen Einfluss auf die Breite des Streifens haben und der Arzt wird messen, um zu bestimmen, was sicher entnommen werden kann, ohne dass die Kopfhaut Druck ausgesetzt wird. Wie bei der Verschlussmethode, so hat die Evolution der Strip Entfernung auch ermöglicht, dass größere Graft Anzahlen erreicht werden können auch bei denen mit durchschnittlicher oder unterdurchschnittlicher Elastizität und Dichte. Dr. Bisangas Technik der Streifenentnahme hat es vielen Patienten mit durchschnittlichen Charakteristika ermöglicht größere Zahlen als zuvor zu erreichen, mit 4000 plus Graft bei durchschnittlichen Patienten und sogar bis zu 6000 Grafts – eine der größten FUT Prozeduren, die weltweit durchgeführt wurden und die größte in Europa.

Sogar große Strip-Prozeduren, sogenannte Mega-Sessions, also 4000 FU und mehr, können wiederholt werden, falls der Spenderbereich sich dafür eignet – so ist eine maximale Haarplatzierung in minimaler Zeit möglich. Die Kopfhaut muss ausreichen Zeit bekommen um sich zu entspannen und die Dichte/Elastizität müssen erneut geprüft werden, es wird also geraten mindestens 12 Monate zwischen den Sitzungen zu warten.